Basisqualifizierung nach § 45a SGB XI (§8 AnFöVO). Kompaktwoche für die Unterstützung im Alltag.
In fünf Tagen Wissen erwerben, Sicherheit gewinnen und Menschen kompetent begleiten.
19.04.–23.04.2027 | 40 UE | Präsenzveranstaltung
Anmeldeschluss: 12.04.2027 – 23:55 Uhr
Wissen, das Menschen bewegt – die Basis für eine gute Unterstützung im Alltag
Menschen im Alltag zu begleiten, zu unterstützen und ihnen Teilhabe zu ermöglichen, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Dabei begegnen Ihnen Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Bedürfnissen und gesundheitlichen Einschränkungen.
Umso wichtiger ist es, grundlegendes Wissen über häufige Erkrankungen zu besitzen, Unterstützungsbedarfe erkennen zu können und auch in schwierigen Situationen angemessen zu handeln.
Genau hier setzt unsere Basisqualifizierung nach §45a SGB XI (§8 AnFöVO) an.
In unserer Kompaktwoche vermitteln wir Ihnen innerhalb von fünf Tagen die wesentlichen Grundlagen für eine Tätigkeit im Rahmen der Angebote zur Unterstützung im Alltag. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel theoretisches Wissen „abzuarbeiten“. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Fragen, die Ihnen auch in der praktischen Tätigkeit begegnen werden:
Was steckt hinter einem bestimmten Verhalten? Wie kann ich angemessen kommunizieren? Welche Unterstützung braucht ein Mensch tatsächlich? Welche Beschäftigung passt zu dieser Person? Und wo liegen meine eigenen Grenzen?
Die Qualifizierung verbindet kompakte theoretische Inputs mit zahlreichen Praxisbeispielen, Übungen und konkreten Handlungsmöglichkeiten.
Broschüre zum Download HIER
Fünf Tage – fünf Themenschwerpunkte
Tag 1 – Krankheitsbilder verstehen
Am ersten Tag beschäftigen wir uns mit wichtigen Krankheitsbildern, die Ihnen in der Begleitung älterer und unterstützungsbedürftiger Menschen begegnen können.
Im Mittelpunkt stehen:
- Demenz
- Depression
- Schlaganfall
- Morbus Parkinson
- Delir und Wahn
- wichtige Unterschiede und Abgrenzungen
- krankheitsbedingte Veränderungen wahrnehmen und einordnen
- Besonderheiten im Umgang mit erkrankten Menschen
Dabei geht es nicht darum, medizinisches Fachpersonal auszubilden. Vielmehr möchten wir Ihnen ein grundlegendes Verständnis vermitteln, das Ihnen hilft, Situationen besser zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.
Tag 2 – Kommunikation, Beziehungsgestaltung & Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen
Kommunikation entscheidet wesentlich darüber, ob Begegnung gelingt.
Sie lernen grundlegende Kommunikationsprinzipien kennen und erfahren, wie sich Erkrankungen auf die Kommunikation und das Verhalten eines Menschen auswirken können.
Themen sind unter anderem:
- Grundlagen der Kommunikation
- verbale und nonverbale Kommunikation
- Kommunikation mit Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen
- wertschätzende Kommunikation
- schwierige Gesprächssituationen
- Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen
- praktische Kommunikationsübungen
Tag 3 – Unterstützungsbedarf erkennen
Gute Unterstützung beginnt mit genauer Wahrnehmung.
An diesem Tag richten wir den Blick auf den Menschen und sein soziales Umfeld. Wir beschäftigen uns damit, wie Sie Bedürfnisse, Ressourcen und Unterstützungsbedarfe erkennen und daraus passende Möglichkeiten der Unterstützung ableiten können.
Dabei geht es unter anderem um:
- Wahrnehmung des sozialen Umfelds
- Ressourcen und Fähigkeiten erkennen
- Hilfe- und Unterstützungsbedarf wahrnehmen
- konkrete Möglichkeiten der Unterstützung
- Grenzen der eigenen Tätigkeit
- vorhandene Hilfe- und Unterstützungsangebote
- Grundlagen der Hygiene
Anhand von Praxisbeispielen werden die Inhalte unmittelbar auf typische Situationen übertragen.
Tag 4 – Begleiten, beschäftigen und unterstützen
Menschen zu beschäftigen bedeutet nicht, irgendeine Aktivität anzubieten. Gute Begleitung orientiert sich an den individuellen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnissen eines Menschen.
Sie lernen verschiedene Methoden und Möglichkeiten der Begleitung, Beschäftigung und Unterstützung kennen und erfahren, wie Angebote individuell gestaltet werden können.
Im Mittelpunkt stehen:
- individuelle Interessen und Ressourcen
- Beschäftigungs- und Aktivierungsangebote
- Begleitung im Alltag
- Förderung von Selbstständigkeit und Teilhabe
- Grundlagen der Dokumentation
- Reflexion des eigenen Handelns
Natürlich darf dabei auch die Kreativität nicht zu kurz kommen. Denn manchmal braucht es weniger ein fertiges Beschäftigungsprogramm als vielmehr eine gute Idee, genaues Hinschauen und die Bereitschaft, sich auf den Menschen einzulassen.
Tag 5 – Erste Hilfe
Am fünften Tag steht die Sicherheit im Mittelpunkt.
Gemeinsam mit einem externen Anbieter absolvieren Sie einen Erste-Hilfe-Kurs im Umfang von 8 Unterrichtseinheiten.
Sie lernen, wie Sie in Notfallsituationen richtig reagieren und im Ernstfall handlungsfähig bleiben.
Inhalte & Ziele
Die Basisqualifizierung vermittelt grundlegendes Wissen und praktische Handlungskompetenz für die Tätigkeit im Rahmen der Unterstützung im Alltag.
Sie lernen,
- wichtige Krankheitsbilder und typische Veränderungen zu erkennen und einzuordnen,
- zwischen unterschiedlichen Krankheits- und Verhaltensbildern zu unterscheiden,
- angemessen und wertschätzend zu kommunizieren,
- das soziale Umfeld eines Menschen wahrzunehmen,
- Unterstützungsbedarfe und Ressourcen zu erkennen,
- geeignete Möglichkeiten der Begleitung und Beschäftigung auszuwählen,
- Selbstständigkeit und Teilhabe zu fördern,
- die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu kennen,
- grundlegende Anforderungen an Hygiene und Dokumentation zu berücksichtigen und
- in Notfallsituationen angemessen zu handeln.
Dabei verbinden wir Fachwissen mit praktischen Beispielen und konkreten Situationen aus dem Alltag.
Zielgruppe
Die Basisqualifizierung richtet sich an Personen, die im Rahmen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag tätig werden möchten und hierfür eine entsprechende Qualifizierung benötigen.
Sie ist insbesondere für Menschen interessant, die andere im Alltag begleiten, unterstützen und beschäftigen möchten.
Vorkenntnisse aus Pflege oder Betreuung sind nicht zwingend erforderlich.
Der Umfang
Der gesamte Lehrgang umfasst 40 Unterrichtseinheiten.
Davon entfallen 8 Unterrichtseinheiten auf den externen Erste-Hilfe-Kurs.
Die Qualifizierung findet als kompakte fünftägige Präsenzveranstaltung statt.
Termin: 19.04.–23.04.2027
Umfang: 40 UE
Format: Präsenzveranstaltung
Erste Hilfe: 8 UE, externer Erste-Hilfe-Kurs
Abschluss: Anerkanntes Zertifikat nach §8 AnFöVo
Die Gruppe
Wir möchten eine Lernatmosphäre schaffen, in der Fragen möglich sind, Erfahrungen ausgetauscht werden können und auch schwierige Situationen gemeinsam betrachtet werden.
Deshalb halten wir unsere Gruppen bewusst überschaubar.
Die Teilnehmenden profitieren vom Austausch untereinander und von unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven.
Der Ablauf
Unsere Fortbildungen sind praxisnah, abwechslungsreich und interaktiv gestaltet.
Neben kurzen theoretischen Inputs erwarten Sie:
- Praxisbeispiele und Fallarbeit
- Gruppen- und Partnerübungen
- Austausch und Reflexion
- konkrete Methoden und Ideen
- Übungen zur Kommunikation
- Transfer in den eigenen Alltag
Denn Wissen wird besonders dann wertvoll, wenn es sich in der Praxis anwenden lässt.
Kosten:
389 € *
*von der Umsatzsteuer gemäß §4 Nr. 21 a bb) befreit.
Dozententeam:
Katharina Gisselmann – Geschäftsinhaberin und Leiterin von „Fortbildung mal anders“. Mit ihrer fundierten Ausbildung und vielfältigen Qualifikationen bringt sie eine einzigartige Kombination aus Fachwissen und kreativen Ansätzen in ihre Arbeit ein. Als Ergotherapeutin, gerontopsychiatrische Fachkraft, Gedächtnistrainerin des BVGT e.V., Autorin, Dozentin, Interieurdesignerin und Psychotherapeutin in Ausbildung verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die geistige als auch die emotionale Gesundheit fördert. Frau Gisselmann hat zudem langjährige Erfahrung als Leitung der sozialen Betreuung und begleitet auch heute noch soziale Dienste für eine optimale Implentierung des Fachbereichs im Bereich Organisation, Struktur, Ein- und Umsetzung des Strukturmodells.
Marie-Claire Herbst – erfahrene und qualifizierte Ergotherapeutin und Gerontologin, die sich auf die Betreuung und Therapie älterer Menschen spezialisiert hat. Als Dozentin und Fachergotherapeutin für Demenz nach Gudrun Schaade bringt sie ein tiefes Verständnis und umfassendes Fachwissen in ihre Arbeit ein. Bei „Fortbildung mal anders“ leitet sie nicht nur Fortbildungen und Seminare, sondern ist auch maßgeblich in der Beratung von stationären Pflegeeinrichtungen tätig.

